Hohe Glaubwürdigkeit von User Generated Content

Für Marken sind die eigenen Kunden das größte Asset. Der beste Weg, um Konsumenten zu gewinnen und zu halten, war bisher die Entwicklung von immer besseren Produkten und die Bewerbung ihrer Features. Dadurch, dass aber Produkte in ihren Leistungen auf Plattformen wie Amazon & Co. immer austauchbarer werden und Preisstrukturen dank CHECK24 sehr transparent sind, müssen Brands neben der produktzentrierten Kommunikation andere Wege finden, um ihr Angebot zu vermarkten. Und genau hier kommt der Konsument und seine Meinung ins Spiel.

Denn Kunden vertrauen den Empfehlungen anderer Konsumenten deutlich mehr als Werbebotschaften oder markengesteuerter Produktkommunikation. Deswegen lohnt es sich für Marken, die Entstehung und Verbreitung von User Generated Content (UGC) zu fördern.

UGC – Wie alles begann

User Generated Content bezeichnet Medieninhalte, die von Nutzern einer Website, eines sozialen Netzwerks oder eines Online-Services erstellt und hochgeladen werden. Insbesondere durch die wachsende Bedeutung von Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter und YouTube ist User Generated Content immer mächtiger geworden. Diese Portale haben den User Generated zu ihrem Geschäftsmodell gemacht. Das Ergebnis war die Entwicklung einer Many-to-Many-Kommunikation. Denn User hatten nun erstmals ein digitales Angebot, über das sie selbst Inhalte erstellen und mit ihrem Netzwerk teilen sowie sich dazu austauschen konnten.

Typische Beispiele für User Generated Content sind zum Beispiel:

  • Texte in Blogs oder Micro-Blogs
  • Bilder
  • Inhalte auf Instagram oder Pinterest
  • Posts auf Facebook
  • Videos auf YouTube
  • Musik- und Audiodateien auf Portalen wie SoundCloud

Die Charakteristik von UGC, eigene Inhalte zu erstellen und über diese mit dem eigenen Netzwerk zu interagieren, hat ihn für das Online-Marketing immer wichtiger gemacht -beispielsweise, wenn es um die Kaufentscheidung von Verbrauchern geht.

Konsumenten wollen sich vor dem Kauf informieren und inspiriert werden. Werbung und redaktioneller Push-Content wie Anzeigen oder Advertorials spielen dabei immer mehr eine untergeordnete Rolle. Was zählt, sind objektive Meinungen und Empfehlungen von Peers. Der Kunde von heute sucht nach authentischen Bewertungen und Empfehlungen. Und die bekommt er über den UGC, der von anderen Usern rund um das Portfolio einer Marke erstellt wird. Wenn dieser UGC Produkte oder Marken nennt, leistet er durch seine Glaubwürdigkeit einen wichtigen Beitrag für das Empfehlungsmarketing. Was Ihnen das als Marke bringt? Neben mehr Awareness und Traffic langfristig gesehen vor allem höhere Verkaufszahlen für Ihre Produkte.

3 wichtige Gründe für die Wirksamkeit von UGC habe ich für Sie nachfolgend zusammengefasst:

 

1. User Generated Content sorgt für Authentizität

Wenn Marken durch die Generierung von User Generated Content auf mehr Authentizität setzen, wirkt sich das positiv auf Bekanntheit und Abverkauf aus.Laut einer Studie von Offerpop gaben 85% der Verbraucher an, dass sie UGC für einflussreicher halten als Markenvideos oder Hochglanzbilder. Umgekehrt heißt das, wenn Marken mit UGC auf mehr Authentizität setzen, wirkt sich das positiv auf Bekanntheit und Abverkauf aus. Denn gerade Word of Mouth ist eine der effektivsten Marketing-Techniken, um Kunden zu überzeugen.

Das liegt daran, dass Konsumenten, die über Produkte in Form von UGC berichten, das freiwillig tun. Hinter diesem Content steckt keine vordergründige Intention, er ist also authentisch und vertrauenswürdig. Am besten funktionieren Fotos oder Videos. Die gewinnen Marken beispielsweise über Foto-Contests. Sie können auf Drittplattformen wie Facebook und Instagram mithilfe von Hashtags oder auf der eigenen Markenseite als Wettbewerbskampagne umgesetzt werden. So entsteht UGC, der Verbrauchern schnell zeigt, wie ein Produkt aussieht und was es kann. Das macht UGC zu einem überzeugenden Verkaufsargument.

 

2. User Generated Content hat positive Auswirkung auf SEO

Die Zeit, die Konsumenten auf Ihrer Website verbringen, sagt viel über die Qualität des Contents aus. Nur wenn User relevante Inhalte finden, bleiben sie länger. UGC fällt in diese Kategorie wertvoller Inhalte.

Wer Konsumenten eine Plattform mit Erfahrungsberichten, Bildern oder Videos anbietet, macht sich für sie interessant.

Wer Konsumenten eine Plattform mit Erfahrungsberichten, Bildern oder Videos anbietet, macht sich für sie interessant. Und das gefällt auch Google: Eine hohe Verweildauer der Website-Besucher wirkt sich positiv auf die Position im Suchmaschinen-Ranking aus und das steigert den Traffic.

Blickt man auf die Customer Journey, landen Sie mit UGC sogar auf der Pole Position: Finden User auf der Markenseite z.B. inspirierende Anwendungsbeispiele anderer User, können Sie als Marke Konsumenten schon zu Beginn der Customer Journey auf sich aufmerksam machen. Denn wenn User ihre Recherche bei Google starten, suchen sie oft nach Inspiration oder nach der Lösung für ein Problem und noch nicht nach einem konkreten Produkt. Diese Konsumenten können Sie durch den Erlebniswert von UGC schon während der Inspiration oder dem Informationsaustausch mit anderen Konsumenten auf Ihre Marke aufmerksam machen.

 

3. User Generated Content senkt Marketing-Kosten

Markenentscheider setzen auf interaktive Contentformate.

Denn er stammt nicht von Influencern, die sich ihre Reichweite teuer bezahlen lassen. Er kommt von “gewöhnlichen” Usern, die von einer Marke überzeugt sind und Produkte gerne proaktiv weiterempfehlen. Marken wie uvex oder Abus machen das beispielsweise über eine Produkttest-Plattform auf der eigenen Website. Sie ist der zentrale Hub für das Content-Marketing mit UGC.

Zum Vergleich: Laut einer Studie von PR Desk sollen im Jahr 2020 die durchschnittlichen Ausgaben für Content Marketing bei rund 250.000 Euro liegen – pro Unternehmen. Implementierung und Maintenance einer Produkttestplattform in der Basisversion kosten dagegen ca. 13.000 Euro im Jahr. Und sie haben den Vorteil, dass der Content von den Usern erstellt wird. Die Gründe dafür sind naheliegend. Diese Customer-Experience-Tools sind SaaS-Lösungen, die schnell implementiert werden und bei denen Marken nur die Features bezahlen, die sie nutzen. Die Ressourcen für das Content-Marketing halten sich also in Grenzen.

Hinzu kommt, dass der entstandene User Generated Content auch in sozialen Netzwerken geteilt wird. Dadurch profitieren Marken von der zusätzlichen Reichweite. Das sind gute Nachrichten in Zeiten, in denen die organische Reichweite von Marken in den sozialen Netzwerken stetig sinkt, der CPC (Cost-per- Click) bei Anzeigen steigt und User Ad-Blocker verwenden, um Werbebotschaften auszublenden.

 

 

Hören Sie also auf Ihre Kunden…

User Generated Content bietet für Marken viele Vorteile. Neben den oben genannten gilt allgemein, dass UGC Marken wertvolles Feedback zu ihren Produkten und ihrem Marketing liefern kann. Das erkennen auch immer mehr Entscheider: So hat unser Customer Experience Report gezeigt, dass Marken verstärkt interaktive Content-Formate nutzen wollen, um UGC zu gewinnen. Denn damit lässt sich die Marketing-Strategie hin zu mehr Kundenzentrierung und zu einer personalisierten Customer Experience ausrichten.

 

Marketing Guide: 5 Gründe, warum User Generated Content nachhaltig wirkt

Sie wollen mehr über die positiven Effekte von User Generated Content und die Relevanz von Kundenstimmen erfahren?

Dann empfehle ich Ihnen unseren Marketing-Guide zu UGC, den Sie hier herunterladen können.